Ein schwieriges Jahr auch für die IT-Branche

Die heurige Krise hat alle getroffen, sogar die IT-Branche ist nicht ganz unbeschadet durchs Jahr gekommen. Auch wenn IT-Betriebe verstärkt mit Lösungen für Remote Work punkten konnten, wurden dennoch anstehende IT-Projekte gestoppt oder auf das kommende Jahr verschoben. Die Folge: Ein Drittel der Unternehmen in der IT-Branche & Telekommunikationsbranche verzeichneten Umsatzeinbußen, viele Unternehmen mussten Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken.

Die gute Nachricht: IT-Budgets steigen wieder

IT-Budgets sollen im Jahr 2021 wieder steigen

Dennoch gibt es Licht am Ende des Tunnels: Wie Capgemini und Gartner in ihrer aktuellen IT-Trends Studie erhoben haben, soll knapp die Hälfte aller gestoppten Projekte im kommenden Jahr weitergeführt werden. Das Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf den Ausbau der Digitalisierung. Außerdem stehen Effizienzsteigerung, Kostenreduktion und die Entwicklung neuer IT-Produkte und -Services auf der Prioritätenliste von CIOs.

Großer Bedarf an Fachkräften

Die aktuellen Entwicklungen in der IT-Branche verändern nicht nur Anforderungen an Unternehmen, sondern sorgen auch für einen großen Bedarf an Fachkräften. Digitale Talente sind international die am stärksten umworbene Zielgruppe und können sich ihre Arbeitgeber oft aussuchen. Besonders heiß begehrt sind Spezialisten in den Bereichen

  1. Cloud Computing
  2. Security
  3. Künstliche Intelligenz

Angesichts der gestiegenen Nachfrage ist es kein Wunder, dass drei von vier heimischen Unternehmen keine IT-Fachkräfte finden. Europaweit liegt Österreich damit im traurigen Spitzenfeld an dritter Stelle. Es kann hierzulande manchmal Monate dauern, bis freie Stellen im Web- und App Development, Data Science, Machine Learning etc. mit entsprechend ausgebildeten Experten besetzt werden können. Das schränkt nicht nur die Produktivität von Betrieben ein, sondern kostet in der Personalsuche auch viel Geld.

IT-Spezialisten gesucht

Das Problem: Nur sechs Prozent aller Erwerbstätigen in Österreich sind digitale Talente. Sie sind gut ausgebildet, am internationalen Markt heiß begehrt und extrem mobil. Auch am Absolventenmarkt sieht es düster aus: Jeder Zweite Studierende in Österreich bricht sein Informatikstudium ab. Damit ist die Dropout-Rate Quote in diesen Fächern höher als in jedem anderen Studiengang.  Entsprechend suchen immer mehr Unternehmen auch im (benachbarten) Ausland nach IT-Spezialisten.

Chancen durch internationales Recruiting

Good News: Zwei Drittel aller digitalen Talente weltweit sind bereit, für einen Job ins Ausland zu gehen. Insbesondere IT-Experten aus Ost- und Südeuropa zeigen Interesse an Jobs in Österreich. Wenn es Unternehmen gelingt, sich auch für internationale Digitalexperten attraktiv zu positionieren, haben sie daher gute Chancen, IT-Talente zu gewinnen.

Das fängt beim Employer Branding an und hört nicht zuletzt beim Onboarding internationaler Mitarbeiter auf: Wohnsituation, Sprachkurse, Familienbetreuung und Arbeitswege müssen abgeklärt und die eigene Belegschaft auf internationale Kolleginnen und Kollegen vorbereitet werden. Dafür braucht es viel Fingerspitzengefühl – und mitunter auch die Unterstützung durch erfahrene IT-Recruiting-Spezialisten, die helfen, den Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden.

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Quellen: Eurostat, 2018; IKT-Statusreport, KIHS Kärnter Inst. Für höhere Studien und wissenschaftliche Forschung; Studie Decoding Digital Talent von StepStone.at/The Network/Boston Consulting Group; Computerwelt; Verband Österr. Software Industrie; IT-Trends-Studie von Capgemini und Gartner

 

1 Antwort

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  1. […] dass eine derartige Beschränkung des Kandidatenpools nicht ratsam ist. Mit 130 Tagen liegt die Vakanz-Zeit im IT-Segment deutlich über dem Durchschnitt. Zudem konkurrieren österreichische Betriebe mit internationalen […]

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